2.1 Literarikus und Mathematikus

Den Kindern erklären wir, dass jeder sowohl einen Literarikus als auch einen Mathematikus im Herzen trägt. Aber bei manchen Menschen ist der Mathematikus größer, bei anderen der Literarikus.

Kinder mit einem großen Literarikus und einem kleinen Mathematikus geraten im Matheunterricht bisweilen in Schwierigkeiten, z.B. bei Textaufgaben. Statt zu rechnen, was zu rechnen ist, steigen sie gedanklich in die Geschichte ein und spinnen die Gedanken weiter – und merken vielleicht gar nicht, dass der Lehrer sich wünscht, sie würden im Matheunterricht mit der Brille des Mathematikus schauen und die Zahlen und Fakten herausfinden, um zu rechnen.

Es macht diesen Kinder aber vielleicht Freude, zwischen der Logik eines Literarikus und der eines Mathematikus zu wechseln, ein und denselben Sachverhalt aus dieser und aus jener Sichtweise heraus zu beschreiben.

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Literarikus und Mathematikus

Der Literarikus sieht überall Geschichten. Auch Zahlen sind für ihn in spannende, lustige oder romantische Geschichten verwickelt.

Der Mathematikus sagt dazu „Schnickschnack! Was zählt, sind Fakten und Zahlen: Wie viele, wie groß, wie schwer, wie schnell.“ Die Geschichten drum herum interessieren ihn nicht.


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