10.5 Bogengleichnis

Video 1


 
Als Äsop, der weise alte Dichter, einmal inmitten vieler Kinder Fünfstein spielte, kam ein Mann vorbei, blieb stehen und lachte ihn wie einen Spinner aus.
 

 
Äsop wollte sich nicht so zu Unrecht verspotten lassen und legte dem Mann einen Bogen mit entspannter Sehne vor die Füße, mitten auf den Weg.
 
„Na, Herr Neunmalklug, was ist das hier und was hat es zu bedeuten?“ Natürlich liefen sofort Leute herbei, um dieses Wortgefecht nicht zu verpassen.
 
Der Spötter gab sich alle Mühe, eine passende Antwort zu finden, vermutete bald dies, bald das, aber
schließlich musste er sich geschlagen geben, er wusste nichts zu entgegnen.
 

 
Da sprach der weise Sieger: „Ein Bogen wird dir schnell zerbrechen, wenn du ihn immer in Spannung hältst.
 

 
Wenn du aber die Sehne immer wieder lockerst und den Bogen ruhen lässt , so wird er dir zuverlässig
zu Diensten sein, sooft du ihn brauchst.
 

 
So muss der Mensch auch seinen Geist ab und zu nur spielen lassen, damit er dann wieder umso besser denken kann .“


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